Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles: Der Dunkle Ritter in New York

Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles: Der Dunkle Ritter in New York

Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles: Der Dunkle Ritter in New York

Geschrieben am 07.11.2018

Erscheinungsdatum:   18.09.2018
Seitenanzahl: 148
Autor: James Tynion IV, Ryan Ferrier
Zeichner: Freddie Williams II
Inhalt: Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles II 1-6

Wow, war das ein Brocken! Nein, ich meine nicht Bane, oder den Band selbst mit seinen vergleichsweise schmalen 148 Seiten. Ich meine den wohl zähsten Comic, den ich bisher gelesen habe.

Dabei beginnt alles sehr charmant und interessant. Die vier mutierten Schildkrötenbrüder jagen dem Foot-Clan hinterher, einer kriminellen Vereinigung von Ninjas, die Meister Shredder unterstellt ist. Als Technikgenie Donatello im Kampf von seinen Brüdern getrennt wird, kassiert dieser die Abreibung seines Lebens.



Von Selbstzweifeln zerfressen beschließt er, dass ihm nur der Beste helfen kann, ein besserer Kämpfer zu werden, Batman! Also schraubt er kurzerhand an einer multiversalen Teleportationsmaschine herum, um ihm eine Nachricht zu senden. Der dunkle Ritter hingegen ist zusammen mit Robin auf den Spuren von Ra´s al Ghul in eine Höhle eingedrungen, in der sich eine Lazarusgrube befindet. Dort findet er jedoch nicht den Kopf des Dämons, sondern keinen geringeren als Bane, der frisch gebadet aus der Grube des ewigen Lebens springt. In dem Moment erscheint ein grelles Licht und durch eine Fehlfunktion des Teleporters wechseln der Luchador und die Ninja-Kröte die Plätze.

Bane macht seinem Namen alle Ehre und fällt über New York her, um die Stadt zu unterjochen. Donatello muss zusammen mit Batman und Robin einen Weg zurück finden und die Herrschaft des irren Muskelbergs beenden.

Soweit, so gut. Die ersten 24 Seiten lesen sich vielversprechend, die Story flacht danach aber dermaßen ab, dass es für mich eine Qual war den Band zu ende zu lesen.

Die knapp 100 Seiten bis zum finalen Showdown, den sich wahrscheinlich jeder denken kann, sind ein großer, zäher, geschmackloser, vorhersehbarer (noch mehr Adjektive gefällig?) Kaugummi und ließen sich gut und gerne um die Hälfte eindampfen, ohne einen qualitativen Verlust hervorzurufen.

Alles läuft nach dem selben Schema ab. Wir gehen zu Ort X, um etwas zu holen und werden angegriffen. Wir kämpfen und gewinnen schließlich nach ein paar Seiten voll mit flachen Witzen und One-Linern. Ja, okay, ihr seid mutierte Ninja-Schildkröten und ich habe euch als Kind geliebt mit eurer verboten guten Zeichtrickserie, aber wart ihr damals auch so derart dümmlich? Euer Vater ist eine uralte Karate-Ratte und ihr seid, wie der Name schon sagt, Teenager, die Pizza und Computerspiele lieben. Aber verdammt nochmal, ihr nervt! Ohne euch wäre die gesamte Story besser und gehaltvoller und vor allem KÜRZER.

Genug mit dem Bashing, aber dieser Band hat es nunmal verdient. Da helfen auch die wunderschönen Zeichnungen von Freddie Williams II nicht drüber hinweg.

Ein Gutes hatte diese Erfahrung für mich jedenfalls. Ich weiß jetzt, dass ich mit den Turtles einfach nichts mehr anfangen kann, so leid es mir auch tut.


Fazit

Batman? Yay! Turtles? Ney! Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles: DER DUNKLE RITTER IN NEW YORK, ist für mich nichts weiter als eine kalte Schildkrötensuppe. Dieses Crossover hat Batman nicht verdient.

4 von 10 Punkte



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